5 FASZINIERENDE, wenig bekannte Fakten über Sankt Petersburg

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Wie lange bräuchte man tatsächlich, um alle Ausstellungsstücke der Staatlichen Eremitage zu sehen? Wo in St. Petersburg könnten einem aufgrund des Drucks die Ohren schmerzen? Wir haben einige der ungewöhnlichsten Fakten über Russlands „nördliche Hauptstadt“ zusammengetragen!

1. Das älteste öffentliche Denkmal ist 3.500 Jahre alt

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Sankt Petersburg ist zwar erst 320 Jahre alt, doch die rosafarbenen Granit-Sphinxen am Ufer der Newa stammen aus der Zeit vor 3.500 Jahren! Sie wurden im 19. Jahrhundert bei archäologischen Ausgrabungen in der ägyptischen Stadt Theben entdeckt und gelangten dank des Forschers und Mitglieds der Russischen Akademie der Wissenschaften, Andrej Murawjow, nach St. Petersburg.

Nach dem Russisch-Türkischen Krieg bereiste Murawjow die christlichen Heiligen Stätten in Palästina und Ägypten und stieß dabei eines Tages auf die Sphinxen. Er wandte sich umgehend mit einem Brief an den russischen Botschafter in Konstantinopel (damals gehörte Ägypten zum Osmanischen Reich) und bat ihn, die Erlaubnis des Zaren einzuholen, sie für 100.000 Francs zu erwerben. Da Russland und Europa zu jener Zeit beide von der Ägyptomanie fasziniert waren, wurde Murawjows Antrag von der zaristischen Regierung genehmigt, und die Sphinxen kehrten mit ihm nach Russland zurück. Heute sitzen sie wie Wächter am Universitätsufer von Sankt Petersburg und blicken über die Newa.

2. Die tiefste Metro Russlands

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In den meisten Stationen in Moskau dauert die Fahrt mit der Rolltreppe etwa 32 Sekunden, doch in Sankt Petersburg kann sie mitunter mehr als doppelt so lange dauern! Sechzig von 67 Stationen liegen dort durchschnittlich 70 bis 80 Meter unter der Erde, was die Metro der Stadt im Durchschnitt zur tiefsten der Welt macht (wenn man Teile der Metro in Pjöngjang in Nordkorea sowie die Station Arsenalnaja in Kiew, die beeindruckende 107 Meter tief liegt, außer Acht lässt). Die tiefste Station in Sankt Petersburg ist Admiraltejskaja und befindet sich 86 Meter unter der Erde. Es dauert mehr als drei Minuten, um von dort an die Oberfläche zu gelangen – ein Umstand, der bei manchen empfindlichen Menschen beim Hinabfahren ein Druckgefühl in den Ohren verursachen kann.

3. Hier kann man die Nordlichter sehen

A. Spiridonow / TASS
A. Spiridonow / TASS

Die Aurora Borealis (oder Nordlichter) erscheint am nördlichen Himmel als Folge magnetischer Stürme in der Atmosphäre. Am besten lässt sich dieses außergewöhnliche Naturphänomen irgendwo in der Wildnis beobachten, fernab von den hellen Lichtern und dem Smog der Städte. St. Petersburg bildet hier eine der wenigen Ausnahmen, da es die nördlichste Metropole der Welt ist. Gelegentlich, wenn die Bedingungen stimmen, kann man die Nordlichter auch hier sehen.

4. In dieser Stadt befinden sich die kürzesten und schmalsten Straßen Russlands

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Die kürzeste Straße Russlands ist die Kokuschkin-Gasse mit einer Länge von nur 35 Metern. Sie befindet sich direkt bei den U-Bahn-Stationen Sadowaja und Spasskaja. Die schmalste Straße hingegen ist die Repina-Straße – sie ist nur sechs Meter breit und liegt in der Nähe der Station Wasileostrowskaja.

5. Man bräuchte 8 JAHRE, um das gesamte Eremitage-Museum zu erkunden

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Die Sammlung der Staatlichen Eremitage ist überwältigend. Über drei Millionen Exponate füllen sechs ganze Gebäude. Um sie alle zu sehen, bräuchte man acht Jahre seines Lebens – vorausgesetzt, man betrachtet jedes einzelne Objekt nur 60 Sekunden lang!