Wie gelangten Ikonen in die Kunstsammlung von Pawel Tretjakow?

Fenster nach Russland (Foto: Tretjakow-Galerie)
Fenster nach Russland (Foto: Tretjakow-Galerie)
„Ich habe mir vorgenommen, die russische Schule so zu sammeln, wie sie ist, in ihrem konsequenten Verlauf“, schrieb der Sammler 1878 an seinen Freund, den Künstler Pawel Tschistjakow.

Tretjakow, der bereits eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Gemälde besaß, zeigte wenig Interesse an altrussischer Kunst. Bis zu einer Ausstellung.

1890 fand im Historischen Museum eine große Ikonenausstellung statt. Dort begann der Sammler, sich mit Ikonen auseinanderzusetzen und erwarb die ersten Stücke für seine Sammlung. Darunter befand sich die Ikone „Über dich freut sich die ganze Schöpfung“ aus dem 16. Jahrhundert.

Tretjakow-Galerie Ikone „Über dich freut sich die ganze Schöpfung“. Erstes Drittel des 16. Jahrhunderts. Nowgorod
Tretjakow-Galerie

Später kaufte er für beträchtliche Summen weitere antike Ikonen, darunter:

Zwei Christus-Pantokrator-Darstellungen (eine davon wurde dem Pinsel von Andrei Rubljow zugeschrieben)

Tretjakow-Galerie Christus-Pantokrator. Zweites Viertel des 16. Jahrhunderts. Moskau
Tretjakow-Galerie
Tretjakow-Galerie Christus-Pantokrator. Erstes Drittel des 16. Jahrhunderts. Moskau
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Die Ikonen „Gottesmutter der Rührung“ („Eleusa“, Igorewskaja)

Tretjakow-Galerie Ikone „Gottesmutter der Rührung“ („Eleusa“, Igorewskaja). Erstes Drittel des 16. Jahrhunderts. Moskau
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„Heilige Dreifaltigkeit (Gastfreundschaft Abrahams), mit dem Heiligen Fürsten Wsewolod Mstislawowitsch und der Heiligen Apostelgleichen Fürstin Olga“

Tretjakow-Galerie Ikone „Heilige Dreifaltigkeit (Gastfreundschaft Abrahams), mit dem Heiligen Fürsten Wsewolod Mstislawowitsch und der Heiligen Apostelgleichen Fürstin Olga“
Tretjakow-Galerie

Tretjakow sammelte bis zu seinem Tod im Jahr 1898 weiterhin Ikonen. Die Sammlung altrussischer Kunst der Tretjakow-Galerie wurde zur bedeutendsten der Welt.

Die Tretjakow-Galerie beherbergt derzeit bis zum 11. Oktober die Ausstellung „Ikonen. Die Sammlung von Pawel Tretjakow“.