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7 berühmte literarische Orte in Moskau, die einen Besuch wert sind

Fenster nach Russland (Foto: Legion Media; User10095428_393/Getty Images)
Diese Sehenswürdigkeiten werden in den Werken russischer Schriftsteller beschrieben oder sind eng mit deren Leben und künstlerischer Biografie verbunden.

1. Die Patriarchenteiche: Der Treffpunkt mit dem Teufel

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Hier beginnt die mystische Handlung von Michail Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“. Zwei sowjetische Schriftsteller begegnen einem seltsamen „Fremden“ namens Woland, der sich als der Teufel selbst entpuppt.

Heute ist die Gegend um die Patriarchenteiche ein äußerst angesagtes Viertel mit vielen Cafés und Restaurants. Doch lange Zeit stand dort ein humorvolles Straßenschild mit der Aufschrift: „Gespräche mit Fremden sind verboten“, das die Besucher an den berühmten Roman erinnerte.

2. Die „unselige Wohnung“ in der Großen-Sadowaja-Straße

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In den 1920er Jahren lebte Michail Bulgakow tatsächlich in der Kommunalwohnung Nr. 50 in der Großen Sadowaja Straße 10. Der Schriftsteller fühlte sich dort so unwohl, dass er diesen unheimlichen Ort in seinem Roman „Der Meister und Margarita“ verewigte. Hier nisten sich Woland und sein Gefolge ein, woraufhin allerlei Unheil seinen Lauf nimmt und Menschen spurlos verschwinden.

Heute beherbergt die Wohnung ein Bulgakow-Museum. Am Eingang des Gebäudes werden die Besucher von einer Statue der Katze Behemoth begrüßt, während die Wände des Eingangsbereichs mit Zitaten aus dem Roman bedeckt sind.

3. Das Haus auf der Powarskaja-Straße: das Rostower Gut

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.„Es war der Tag der Heiligen Natalija und zugleich der Namenstag zweier Rostows – der Mutter und der jüngsten Tochter –, die beide Natalija hießen. Seit dem Morgen fuhren ununterbrochen Kutschen mit sechs Pferden ein und aus und brachten Besucher zum großen Haus der Gräfin Rostowa in der Powarskaja-Straße, das ganz Moskau so wohlbekannt war“, so beschreibt Lew Tolstoi das Moskauer Haus der Rostows in seinem Roman „Krieg und Frieden“.

Und tatsächlich steht ein solches Herrenhaus noch heute in der Powarskaja-Straße. Tolstoi selbst besuchte dieses Haus mit der Nummer 53 viele Male und war sogar mit den Besitzern, der Familie Bode-Kolytschew, verwandt. Übrigens ist das Haus weiterhin eng mit der Literatur verbunden: Heute beherbergt es den Verband der Schriftsteller- und Verlegerverbände Russlands.

4. Das Haus des Fürsten Bolkonski in der Wosdwischenka-Straße

Die Familie Bolkonski in „Krieg und Frieden“ lebte in dem „düsteren alten Haus an der Wosdwischenka“. Dieses Haus gehörte tatsächlich Tolstois Großvater, Fürst Nikolai Wolkonski, der als Vorbild für den alten Fürsten Bolkonski im Roman diente.

Außerdem lernte Tolstoi in diesem Haus Praskowja Schtscherbatowa kennen; sie gilt als Inspiration für Kitty Schtscherbazkaja aus dem Roman „Anna Karenina“.

Heute wird das Gebäude an Büros und Cafés vermietet und dient als Sitz verschiedener öffentlicher Organisationen.

5. Der Gogolewski-Boulevard

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Dies gilt als der literarischste Boulevard Moskaus. Iwan Turgenew lebte hier, Lew Tolstoi und Nikolai Gogol flanierten hier, und 1924 wurde der Boulevard zu Gogols Ehren umbenannt (zuvor hieß er Pretschistenski-Boulevard). Am Ende der Straße erhebt sich ein Denkmal für Gogol, während in der Mitte des Boulevards ein Denkmal für Michail Scholochow steht, das eine Skulpturengruppe aus schwimmenden Pferden zeigt – eine Anspielung auf „Der stille Don“ und den Bürgerkrieg. Der Schriftsteller wohnte in den nahegelegenen Seitenstraßen.

Der Gogolewski-Boulevard taucht auch in den fantastischen Werken von Kir Bulytschow und in den Gedichten der Dichter des Silbernen Zeitalters auf.

6. Die Arbat-Straße

yulenochekk / Getty Images

Dies ist die berühmte Fußgängerzone Moskaus. In einem ihrer ältesten Gebäude befindet sich die Alexander-Sergejewitsch-Puschkin-Gedenkwohnung (der Dichter lebte zwar nicht lange in der Stadt, brachte aber seine junge Frau nach der Hochzeit in genau dieses Haus). Die Arbat-Straße wurde zum Schauplatz von Anatoli Rybakows Roman „Die Kinder vom Arbat“ über die Sowjetunion der 1930er-Jahre. Der Arbat wurde in den Liedern des sowjetischen Barden Bulat Okudschawa besungen und beherbergt außerdem die berühmte „Zoi-Mauer“, an der sich regelmäßig Fans der Rocklegende Wiktor Zoi versammeln.

7. Das Schriftstellerdorf Peredelkino

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Die Idee, eine Schriftstellerresidenz außerhalb Moskaus zu gründen (die ironischerweise heute innerhalb der Stadtgrenzen liegt), stammte von Maxim Gorki. Stalin selbst unterstützte sie und ordnete den Bau einer ganzen Schriftstellerstadt an, in der die Schriftsteller mit ihren Familien leben und ungestört arbeiten konnten.

Boris Pasternak, Ilja Ehrenburg, Kornei Tschukowski, Jewgeni Jewtuschenko und viele andere Schriftsteller lebten viele Jahre in dem Dorf Peredelkino. Heute befinden sich dort mehrere Hausmuseen sowie das restaurierte Haus des Künstlerischen Schaffens, das zu einem Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen geworden ist.