Die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang des Moskauer Zentralrings

Sergei Sawostjanow / TASS Zug an der Station „Schelepicha“ des Moskauer Zentralrings (MZK).
Sergei Sawostjanow / TASS
Welche unerwarteten Dinge kann man auf dieser Überland-Rundreise sehen?

Der Moskauer Zentralring (MZK) wurde am 10. September 2016 eröffnet. Er basiert auf der Moskauer Ringbahn, die bereits 1903 gebaut wurde und damals einige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt verlief. Was damals noch als Stadtrand galt, ist heute von modernen Wohnvierteln, Wolkenkratzern und weitläufigen Parks geprägt. Wir haben die interessantesten Orte entlang der 54 Kilometer langen Strecke zusammengestellt, für die sich eine Fahrt mit dem MZK besonders lohnt!

1. Moskau City

Ilja Pitalew / Sputnik Moskau City
Ilja Pitalew / Sputnik

Beginnen wir unsere Reise mit den Wolkenkratzern! „Moskau City“ ist das Geschäftsviertel der russischen Hauptstadt – mit imposanten Büro- und Wohnhochhäusern sowie Einkaufszentren. Den besten Blick auf die Skyline hat man vom Ufer der Moskwa. Die nächstgelegene MZK-Station heißt „Moskwa City“.

2. Botanischer Garten

Sputnik Botanischer Garten – Ein Mädchen beim Festival der japanischen Kultur J-FEST im „Japanischen Garten“
Sputnik

Der Botanische Garten der Russischen Akademie der Wissenschaften liegt zwischen den MZK-Stationen „Wladykino“ (Haupteingang) und „Botanitscheski Sad“. Er gilt als der größte Botanische Garten Europas und beherbergt mehr als 8.000 Pflanzenarten – sowohl in Gewächshäusern als auch im weitläufigen Park. In den wärmeren Monaten von April bis Oktober ist auch der Japanische Garten geöffnet. Dort erwarten Besucher Pagoden, kleine Wasserfälle und Teiche.

3. Chinesischer Park „Huaming“

Aljona Bschachowa / TASS Chinesischer Park „Huaming“
Aljona Bschachowa / TASS

2023 wurde nahe der Station „Botanitscheski Sad“ ein Park eröffnet, der nach den Traditionen der chinesischen Landschaftsgestaltung angelegt wurde. Ein Großteil der dafür verwendeten Materialien stammt aus China. Der Eingang führt durch einen großen Torbogen mit Fabelwesen. Im Inneren laden verschlungene Wege zum Spaziergang ein, vorbei an Pavillons, die von Felsen und Wasser umgeben sind.

4. Nationalpark „Lossiny Ostrow“ („Elchinsel“)

Natalja Schatochina / NEWS.ru / TASS Nationalpark „Lossiny Ostrow“ (dt. „Elchinsel“)
Natalja Schatochina / NEWS.ru / TASS

Die Station „Belokamennaja“ führt direkt in diesen weitläufigen Waldpark. Er gilt als der größte Wald innerhalb eines Stadtgebiets weltweit. Dort leben nicht nur Elche – daher auch der Name „Losiny Ostrow“ („Elchinsel“) – sondern auch Hasen, Füchse, Biber und viele andere Tiere.

5. Rostokino-Aquädukt

Ilja Pitalew / Sputnik Rostokino-Aquädukt
Ilja Pitalew / Sputnik

Nicht weit von der Station „Rostokino“ befindet sich ein historischer Teil der Moskauer Wasserversorgung – das Rostokino-Aquädukt. Es wurde in den 1780er-Jahren errichtet, um Wasser aus dem Dorf Bolschije Mytischtschi nach Moskau zu leiten. Insgesamt gab es fünf solcher Aquädukte in verschiedenen Teilen der Stadt – bis heute ist jedoch nur dieses eine erhalten geblieben.

6. Kreml in Ismailowo

Pawel Lwow / Sputnik Kreml in Ismailowo
Pawel Lwow / Sputnik

Aus der Ferne sieht der Kreml bei der Station „Ismailowo“ wie eine alte Burg aus: hohe weiße Mauern, farbenfrohe Dächer und Häuser wie aus einem Märchenbuch. Tatsächlich wurde er erst Anfang der 2000er-Jahre erbaut – inspiriert von russischen Märchen und traditioneller Architektur. Auf dem Gelände befinden sich mehrere Museen, darunter das Brotmuseum, ein berühmter Freiluftmarkt, auf dem Künstler ihre Werke anbieten, sowie ein großer Flohmarkt mit Sowjet-Souvenirs, alten Gegenständen und allerlei Kuriositäten.

7. Ismailowo-Park

Sergei Sawostjanow / TASS Ismailowo-Park – Eine Sportlerin auf dem Jetsurf beim Sportfestival „Hydrofly Fest“ auf dem Gelände des Ismailowo-Parks.
Sergei Sawostjanow / TASS

Direkt neben dem Kreml liegt einer der größten Naturparks Moskaus. Hier gibt es eine historische Kaskade von Teichen sowie seltene Bäume und Pflanzen. Der Park bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung – darunter ein Riesenrad und weitere Attraktionen. Nach und nach geht die Parklandschaft in den Wald über.

8. „Tjufelewa Roschtscha“ Park

Waleri Scharifulin / TASS Park „Tjufelewa Roschtscha“ – errichtet nach dem Entwurf des niederländisch-amerikanischen Designers und Urbanisten Jerry Van Eyck.
Waleri Scharifulin / TASS

Steigt man an der Station „SIL“ aus, findet man sich in einem modernen Viertel im mitteleuropäischen Stil wieder, das auf dem Gelände des gleichnamigen Automobilwerks entstanden ist. Hier gibt es ungewöhnliche Gebäude, ein privates Museum für zeitgenössische Kunst, schöne Uferpromenaden und Anlegestellen. Das Herz des Viertels ist der Park „Tjufelewa Roschtscha“ mit einer mehr als einen Kilometer langen riesigen Pergola, die an ein Fließband erinnert und an die industrielle Vergangenheit des Viertels erinnert.

9. Gagarin-Platz

Alexei Kudenko / Sputnik Gagarin-Platz
Alexei Kudenko / Sputnik

Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt ist das 42 Meter hohe Denkmal für Juri Gagarin. Das Monument steht auf einem Sockel in Form einer startenden Rakete und befindet sich nahe der Station „Ploschtschad Gagarina“. Wer noch ein Stück weitergeht, erreicht den Neskutschny Sad, den ältesten Park Moskaus.

10. Nowodewitschi-Kloster (Neujungfrauenkloster)

Dmitri Serebrjakow / TASS Nowodewitschi-Kloster (Neujungfrauenkloster)
Dmitri Serebrjakow / TASS

Nicht weit von der Station „Luschniki“ befindet sich eines der bekanntesten Klöster Moskaus. Es wurde bereits im 16. Jahrhundert gegründet. Das gesamte Klosterensemble gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.