Völker Russlands: Kereken

Fenster nach Russland (Foto: Gemeinfrei; OpenAI)
Fenster nach Russland (Foto: Gemeinfrei; OpenAI)
In der Russischen Föderation leben über 190 Völker. Heute stellen wir die Kereken vor!

Sie gehören zu den kleinsten indigenen Völkern Russlands. Heute gibt es nur noch rund 20 Kereken. Noch vor einem halben Jahrhundert waren es knapp 100. Doch auch die Assimilation durch die benachbarten Tschuktschen spielte dabei eine Rolle. 

OpenAI
OpenAI

Die Kereken besiedelten bereits in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. die Küste des Beringmeeres. Ihre Eigenbezeichnung „Ankalgakku“ bedeutet übersetzt „Menschen der Meeresküste“. Zu den traditionellen Tätigkeiten des Volkes gehörten der Fischfang sowie die Jagd auf Wildrentiere und Bären. Größere Meerestiere wurden mit einer Harpune erlegt, die als „kerekische Nadel“ bekannt war. 

Gemeinfrei
Gemeinfrei

Im 18. Jahrhundert gerieten die Kereken immer wieder ins Zentrum zahlreicher Konflikte zwischen den Tschuktschen und den Korjaken und litten schwer unter beiden Seiten. Viele Wissenschaftler bezeichneten sie als „den unglücklichsten Stamm im Nordosten“. 

OpenAI
OpenAI

Die Kereken aßen Fisch und Fleisch gekocht, getrocknet oder gefroren. Als besondere Delikatesse galt die Wurst Pawaljaan: Dafür wurde die Speiseröhre einer Möwe aufgeblasen und getrocknet, anschließend mit Eigelb verschiedener Vogelarten gefüllt und gekocht.

OpenAI
OpenAI