Die 10 berühmtesten Hunde der UdSSR

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Sie waren Helden, die ersten Kosmonauten sowie beliebte Figuren in Filmen und Zeichentrickfilmen. Ihre Namen kennt bis heute jeder!

1. Die Weltraumhunde – Belka und Strelka

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Diese beiden Mischlingshunde flogen noch vor Juri Gagarin ins All. Sie kehrten erfolgreich zur Erde zurück und bewiesen damit, dass bemannte Raumflüge in der Erdumlaufbahn möglich waren. Die Hunde waren buchstäblich von der Straße aufgelesen worden. Anschließend wurden sie lange trainiert und an die Belastungen gewöhnt, die sie bei ihrem zukünftigen Einsatz erwarteten. Dabei wurden ihre Vitalwerte ständig überwacht. Am 19. August 1960 starteten sie zu ihrem legendären 27-stündigen Flug und wurden damit zu weltbekannten Stars. Übrigens: Eines von Strelkas Welpen wurde der amerikanischen First Lady Jacqueline Kennedy geschenkt.

2. Weißer Bim Schwarzohr – der sowjetische Hachiko

Photographers / Legion Media
Photographers / Legion Media

Wenn Sie die Geschichte von „Hachiko“ zu Tränen rührt, dann werden Sie beim sowjetischen „Weißer Bim Schwarzohr“ (Bely Bim Tschornoje Ucho“) vermutlich endgültig schluchzen! Die Verfilmung des gleichnamigen Romans aus dem Jahr 1977 wurde sogar für einen Oscar nominiert. Im Mittelpunkt steht ein Schriftsteller, der einen Hund rettet, den sein Züchter aufgrund seiner ungewöhnlichen Fellfarbe einschläfern lassen wollte. Der neue Besitzer und Bim werden natürlich unzertrennlich – bis der Schriftsteller ins Krankenhaus eingeliefert wird … Die Hauptrolle im Film spielte übrigens ein English Setter.

3. Ressi – der Roboterhund

1979 kam der dreiteilige Science-Fiction-Film „Der elektronische Doppelgänger“ („Приключения Электроника“) in die sowjetischen Kinos. „Elektronik“ ist ein Roboter, der wie ein ganz gewöhnlicher sowjetischer Junge aussieht. Gemeinsam mit seinen Freunden und dem Roboterhund „Ressi“ stellt er sich einer kriminellen Bande entgegen.

Lunja / Getty Images
Lunja / Getty Images

Der Hund war beim Publikum so beliebt, dass er in der UdSSR einen regelrechten Boom der Airedale Terrier auslöste. Hunde dieser Rasse waren daraufhin auf den Straßen praktisch jeder sowjetischen Stadt zu sehen.

4. Scharik – der Hund, der zum Menschen wurde

Alexander Demjantschuk / TASS Ein Denkmal für Professor Preobraschenski und Scharik in Sankt Petersburg
Alexander Demjantschuk / TASS

Die Hauptfigur in Michail Bulgakows satirischem Roman „Hundeherz“ ist ein streunender Hund. Im Rahmen eines Experiments führt Professor Preobraschenski eine Operation durch, bei der er dem Hund die menschliche Hirnanhangdrüse (Hypophyse) transplantiert.

Wladimir Bortko / Lenfilm, 1988
Wladimir Bortko / Lenfilm, 1988

Daraufhin verwandelt sich der Hund namens „Scharik“ in einen Menschen, der sich als Hooligan und Raufbold entpuppt, und nimmt den Nachnamen Scharikow an. Dabei „erbt“ er alle schlechten Eigenschaften seines Spenders. Einem breiten Publikum wurde die Figur vor allem durch die Verfilmung des Romans aus dem Jahr 1988 bekannt, in der Scharikow von Wladimir Tolokonnikow gespielt wird.

5. Scharik aus „Prostokwaschino“ – der gutmütige sprechende Hund

Wladimir Popow / Sojusmultfilm, 1978
Wladimir Popow / Sojusmultfilm, 1978

„Scharik“ ist einer der beliebtesten Hundenamen. Dieser Scharik ist eine Figur aus den Kinderbüchern von Eduard Uspenski und der darauf basierenden Kult-Zeichentrickserie. Der Junge „Onkel Fjodor“ beschließt, aus der Stadt wegzulaufen und auf dem Land zu leben – gemeinsam mit dem sprechenden Kater Matroskin. Unterwegs nehmen sie den herrenlosen, gutmütigen Hund Scharik bei sich auf. Zu dritt bauen sie sich ein neues Leben auf dem Land auf. Und natürlich streiten und zanken sich der Kater und der Hund ständig miteinander.

6. Awwa – der beste Freund des Märchenarztes

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Kornеi Tschukowski ließ sich beim Schreiben seiner Kindergeschichte und des Gedichtzyklus über den wunderbaren Doktor Aibolit, der Tiere heilt, vom Werk „Doktor Dolittle und seine Tiere“ des englischen Schriftstellers Hugh Lofting inspirieren. Wie sein britisches Vorbild hat auch der sowjetische Aibolit einen treuen Hund namens „Awwa“. Sie begleitet den Arzt auf seiner Reise nach Afrika und beschützt ihn mutig vor Gefahren.

7. Polizeihund Muchtar

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Ein unglaublich intelligenter und selbstloser Diensthund namens „Muchtar“ rettet immer wieder seinen Besitzer, einen Polizeileutnant, der einst ihm das Leben gerettet hatte. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, wurde jedoch durch den Film „Komm zu mir, Muchtar!“ mit dem legendären Schauspieler Juri Nikulin in der Hauptrolle unsterblich. Der Film war so beliebt, dass in den 2010er-Jahren sogar eine Fortsetzung in Form der Fernsehserie „Die Rückkehr des Muchtar“ entstand.

8. Der Grenzhund Aly

Iossif Abramowitsch Judin / Verlag „Reklamfilm“
Iossif Abramowitsch Judin / Verlag „Reklamfilm“

Im gleichnamigen Film von 1979, der auf einer Erzählung von Juri Kowal basiert, tritt der Hauptheld den Grenztruppen bei und bekommt einen Diensthund – einen Schäferhund – zugeteilt. Der frischgebackene Grenzsoldat gibt dem Hund den Namen „Алый“ („Aly“ – dt. „Scharlachrot“). Gemeinsam treten sie ihren anspruchsvollen Dienst an der Grenze an. Aly rettet seinem Besitzer das Leben, indem er sich vor ihn wirft und einen tödlichen Schuss von Kriminellen abfängt, die illegal die Grenze überqueren wollen.

9. Ingus – der berühmteste Hund der Moskauer Metro

Sergei Fadeitschew / TASS
Sergei Fadeitschew / TASS

An der Metrostation „Ploschtschad Rewoljuzii“ (Platz der Revolution) befindet sich eine Bronzestatue eines Grenzsoldaten mit einem Hund, dessen Nase glänzend poliert ist. Unter den Moskauern gilt es als Glücksbringer, dem Hund beim Vorbeigehen über die Nase zu reiben. Die Bronzefiguren haben reale Vorbilder: den Grenzsoldaten Nikita Karazupa und seinen Hund Ingus. Wie der Filmhund Aly stürzte sich auch Ingus furchtlos auf Banditen und rettete seinem Besitzer mehrmals das Leben.

10. Dik – der Held des Zweiten Weltkriegs

Collie-Revue.ru
Collie-Revue.ru

Tausende Hunde kämpften im Zweiten Weltkrieg mutig an der Front. Sie nahmen an gefährlichen Einsätzen teil und erfüllten einige der außergewöhnlichsten Aufgaben. So entdeckte der Collie Dik mehr als 12.000 Minen und war an der Minenräumung in Stalingrad, Lissitschansk, Prag und anderen Städten beteiligt. Einmal spürte Dik im Fundament eines Palastes in Pawlowsk bei Sankt Petersburg eine zweieinhalb Tonnen schwere Mine mit Zeitzünder auf – nur eine Stunde bevor sie explodieren sollte. Nach dem Sieg wurde der mit Orden ausgezeichnete Dik zu einem mehrfachen Preisträger bei Hundeausstellungen.