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Völker Russlands: Nanai

In der Russischen Föderation leben über 190 Völker. Heute stellen wir die Nanai vor!

In Russland zählen die Nanai etwas mehr als 11.000 Menschen. Die Angehörigen dieses tungusisch-mandschurischen Volkes leben überwiegend in der Region Chabarowsk an den Ufern des Amur und des Ussuri. Der Name „Nanai“ bedeutet übersetzt „Mensch der Erde“.

Viviane Moos/CORBIS/Corbis/Getty Images

Früher nannten die Chinesen die Nanai „Fischhäuter“, da sie aus Fischhaut leichte, wasserdichte und strapazierfähige Kleidung herstellten. Dieses Material wurde auch beim Bau von Häusern und Booten verwendet; heute dient es unter anderem zur Herstellung von Souvenirs.

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Der Hund ist für die Nanai das wichtigste Tier. Er wird zur Jagd mitgenommen, im Winter vor Schlitten gespannt und im Sommer zum Ziehen von Booten eingesetzt. In den traditionellen Glaubensvorstellungen der Nanai galt der Hund als Vermittler zwischen der Welt der Menschen und den übernatürlichen Kräften. 

Die Ernährung der Nanai basiert vor allem auf Fisch. Sie essen ihn roh, tiefgefroren, getrocknet, gekocht, gebraten und geräuchert. Besonders beliebt ist Karpfen. Außerdem schätzen sie Suppen auf Fischbrühe wie „Pikte Tscholoni“ (russ. „пиктэ чолони“) mit Brennnessel und „Soakta Tscholani“ (russ. „соакта чолани“) mit Bärlauch und Wermut.

IURII BUKHTA / Getty Images