5 Gründe, Moskaus neues Verkehrsmuseum zu besuchen (FOTOS)
1. Es wurde in einer Garage eröffnet, die vom legendären Architekten Konstantin Melnikow entworfen wurde
Der berühmte russische Architekt Konstantin Melnikow entwarf mehrere Garagen in Moskau, von denen heute zwei Museen beherbergen. Der hufeisenförmige Backsteinbau in der Nähe des Kasaner Bahnhofs wurde ursprünglich für Lastkraftwagen errichtet. Im Laufe der Zeit diente das Gebäude als Taxidepot, Fuhrpark und Autowerkstatt.
Bei der Restaurierung wurden die schrägen Giebel, die markanten Metallträger und die Buntglasfenster rekonstruiert. Zudem wurde die Garage um ein unterirdisches Geschoss erweitert.
2. Einzigartige Exemplare des sowjetischen Verkehrs kennenlernen
Neben bekannten Serienfahrzeugen zeigt die Ausstellung auch einige echte Raritäten. Dazu gehört der Doppeldecker-Oberleitungsbus JATB-3, der 1938 in Moskau in Betrieb genommen wurde. Im Jaroslawler Automobilwerk wurden lediglich zehn Exemplare gebaut. Als Vorbild diente der britische Oberleitungsbus AEC 664T.
Die sowjetische Version bot Platz für bis zu 100 Fahrgäste und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 54 km/h. Trotz seiner imposanten Erscheinung war der Bus wenig komfortabel: Auf unebenen oder rutschigen Straßen geriet er ins Schwanken, und die niedrigen Decken machten die Fahrt nicht angenehmer. Dennoch blieb er bis 1953 auf Moskaus Straßen im Einsatz. Einem Gerücht zufolge soll sogar Josef Stalin ein besonderer Fan dieses Modells gewesen sein.
Das Museum zeigt auch einen Oberleitungsbus mit Panoramafenstern, der speziell für Stadtrundfahrten durch das berühmte Ausstellungsgelände WDNCh entwickelt wurde. Die Fahrgäste genossen damals einen für die Zeit außergewöhnlichen Komfort: weiche Sitze, einen Teppichläufer, einen Spiegel und transparente Kunststoffvorhänge statt Seitenfenstern, die sich bei warmem Wetter hochziehen ließen.
3. Hier können Sie selbst die Fahrzeuge steuern
Zahlreiche interaktive Stationen laden zu einer echten Zeitreise ein. So können Sie beispielsweise berechnen, wie viel eine Fahrt mit einer Pferdekutsche im 19. Jahrhundert gekostet hätte.
Oder Sie können mit einer Pferdebahn „fahren“: Die kleinen Wagen lassen sich von Hand bewegen. Und wer vom U-Bahn-System der Moskauer Metro fasziniert ist, kann am Steuerpult eines echten U-Bahn-Dispatchers Platz nehmen.
4. Die Moskauer Metro von innen sehen
Die Ausstellung im Untergeschoss des Museums widmet sich der Moskauer Metro. Dort können Sie sehen, wie neue Tunnel mithilfe von Tunnelbohrschilden errichtet werden, oder einen Blick in Waggons aus verschiedenen Epochen werfen.
Zu den Exponaten gehören ein einzigartiger U-Bahn-Wagen vom Typ B, der 1945 als Beutefahrzeug aus Berlin nach Moskau gebracht wurde, sowie der moderne Zugtyp „Jausa“, der 2001 entwickelt wurde. Für einen kleinen Nervenkitzel sorgt ein Gang durch verschiedene Drehkreuzmodelle, die im Laufe der Jahrzehnte zum Einsatz kamen.
5. Einen Blick auf das Moskau der Zukunft werfen
Hier können Sie sich schon jetzt ein eigenes Bild von Prototypen und Konzepten für fahrerlose Transportsysteme machen.
Ein Beispiel ist das „iPhone auf Schienen“ – die dreiteilige Niederflurstraßenbahn „R1“ mit ihrem futuristischen Design – sowie der charmante, autonome Elektrobus „MatrЁschka“.