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Das St.-Georgs-Band: Wie eines der Symbole des russischen militärischen Ruhms entstand

Maxim Bogodwid / Sputnik
Es ist zu einem wichtigen Symbol des Gedenkens an den Großen Vaterländischen Krieg und des Respekts vor seinen Helden geworden.

Die Geschichte des Sankt-Georgs-Bandes begann im Jahr 1769, als Katharina II. den „Orden des Heiligen Georg“ stiftete, um besonders verdiente Offiziere auszuzeichnen. Das Ordenszeichen war an einem Seidenband mit drei schwarzen und zwei gelben Streifen befestigt.

Schwarz symbolisierte den Rauch des Schießpulvers, Gelb das Feuer der Schlacht. Außerdem spiegelte das Band die Farben des Staatswappens des Russischen Reiches wider. Im Jahr 1913 wurde Gelb durch Orange ersetzt.

Maxim Bogodwid / Sputnik

1917 schafften die Bolschewiki das St.-Georgs-Band ab. Im Jahr 1942 wurde es jedoch faktisch wieder eingeführt – diesmal als Gardeband. Die schwarz-orangefarbenen Bänder erschienen auf Brustabzeichen und Matrosenmützen der Gardeeinheiten. Später wurden sie auch Bestandteil des Designs des „Ordens des Ruhms“ sowie der Medaille „Für den Sieg über Deutschland“.

Seit Anfang der 1970er Jahre wurde das schwarz-orangefarbene Band in der UdSSR bei den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges häufig verwendet, auch wenn sein Name nur selten erwähnt wurde. Diese Tradition setzte sich im postsowjetischen Russland fort.

Maxim Blinow / Sputnik

Im Jahr 2005 erhielt das Band erneut den Namen St.-Georgs-Band. Anlässlich des 60. Jahrestages des Sieges starteten damals die Nachrichtenagentur „RIA Novosti“ und die regionale Jugendorganisation „Studentengemeinschaft“ die Aktion „St.-Georgs-Band“. Aktivisten verteilten die Bänder an alle, die sie als Zeichen des Respekts gegenüber diesem bedeutenden Datum tragen wollten. Seitdem werden jedes Jahr zum Tag des Sieges etwa 20 Millionen Bänder verteilt.

Das St.-Georgs-Band ist zu einem wichtigen Symbol des Gedenkens an den Großen Vaterländischen Krieg und des Respekts vor seinen Helden geworden. Im Jahr 2022 wurde es gesetzlich als Symbol des militärischen Ruhms Russlands anerkannt. Jede öffentliche Schändung kann mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe geahndet werden.