Warum ist es in Russland nicht üblich, den 40. Geburtstag zu feiern?

TatyanaGl / Getty Images
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Woher kommt die Angst vor dieser Zahl? Gehen wir der Sache auf den Grund.

Kaum eine andere Zahl in der russischen Kultur ist so negativ behaftet wie die Vierzig. Der Volksglaube besagt, man solle seinen vierzigsten Geburtstag niemals feiern – angeblich gäbe es dann keinen weiteren. Doch warum scheint dieses Datum so verhängnisvoll?

GMVozd / Getty Images
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Die Zahl 40 erscheint in religiösen Texten oft als Symbol für den Abschluss eines Zyklus von Prüfungen. So führte Moses die Juden 40 Jahre lang durch die Wüste. Die Sintflut dauerte 40 Tage, und ebenso lange fastete Jesus in der Wüste. Übrigens fuhr er am 40. Tag nach seiner Auferstehung in den Himmel auf. Auch heute werden nach orthodoxer Tradition Verstorbene am 40. Tag nach ihrem Tod besonders gedacht (dieser Gedenktag wird „sorokowiny“ (russ. „сороковины“) genannt).

Es gibt auch eine moderne Erklärung: Das Alter von 40 Jahren gilt als eine Art Grenze zwischen Jugend und Reife. Um den Übergang in die Lebensmitte beziehungsweise die Midlife-Crisis nicht besonders hervorzuheben, verzichten manche auf große Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag. Andere veranstalten stattdessen scherzhaft eine „Abschiedsfeier vom 39. Lebensjahr“.