Sowjetische Frauen während des Zweiten Weltkriegs auf ARCHIVFOTOS
Einer der wichtigsten Leitsprüche des Krieges lautete: „Тыл – фронту” („Hinterland für die Front“). Frauen waren gezwungen, ihr gewohntes Leben hinter sich zu lassen und die Versorgung der Front zu übernehmen. Sie arbeiteten in den unterschiedlichsten Produktionsbereichen und waren auch an der Herstellung von Munition beteiligt.
Sie nähten Uniformen für die Soldaten.
Auch typische Männerberufe mussten sie erlernen – auf dem Foto arbeiten Frauen in einer Eisengießerei.
Während die meisten Männer an der Front waren, mussten die Frauen zudem den gesamten Alltag alleine bewältigen. In den schweren Jahren der Leningrader Blockade kümmerten sie sich um die Brennholzbeschaffung.
Nachts hielten sie auf den Straßen der belagerten Stadt Wache.
Sie lernten, Brandbomben zu löschen.
Einen unschätzbaren Beitrag leisteten natürlich Krankenschwestern und Sanitäterinnen, die unter Beschuss verwundete Soldaten direkt auf dem Schlachtfeld retteten.
Frauen unterstützten die Armee nicht nur – sie kämpften auch selbst erfolgreich an der Front. Für sie wurden spezielle militärische Ausbildungskurse eingerichtet.
Unter ihnen gab es berühmte Scharfschützinnen – Ljudmila Pawlitschenko gilt bis heute als die erfolgreichste Scharfschützin der Weltgeschichte.
Frauen waren auch erfolgreiche Pilotinnen, die der Luftwaffe der Wehrmacht große Angst einjagten. Auf dem Foto sind die Pilotinnen des 586. Jagdfliegerregiments Maria Kusnezowa (rechts), Jekaterina Budanowa (Mitte) und Lidija Litwjak (links) neben ihrem Flugzeug zu sehen.
Auch Panzerfahrerinnen gab es unter ihnen. Auf dem Foto: Alexandra Samusenko, Teilnehmerin der Schlacht am Kursker Bogen und Kommandeurin eines T-34-Panzerzuges.
Seltene Momente der Ruhe und Erholung: Pilotinnen des 46. Garde-Nachtbombenregiments vor einer Erdhütte an der Frontlinie.
Viele Frauen kämpften auch in den Reihen der Partisanen – auf dem Foto eskortieren sie beispielsweise allein gefangene Nationalsozialisten.
Viele dieser „Kampfgefährtinnen“ erreichten gemeinsam mit den sowjetischen Truppen schließlich Berlin.
Über diese „Kampfgefährtinnen“ drehte das sowjetische Kino zahlreiche Filme, und Frontschriftsteller besangen ihre Heldentaten in ihren Werken.