Sechs Länder haben sich zusammengeschlossen, um die russische Sprache weltweit zu fördern
Wissen Sie, welche Sprache im Internet nach dem Englischen gemessen an der Zahl der Webseiten und Kanäle den zweiten Platz belegt? Und welche Sprache eine der Amtssprachen der Vereinten Nationen ist? Richtig: Russisch. Und nun bekommt sie ihr eigenes globales „Hauptquartier“.
Die Internationale Organisation für die russische Sprache (МОРЯ) vereint sechs Länder: Russland, Belarus, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan. Die Gründung dieser zwischenstaatlichen Organisation wurde vom kasachischen Präsidenten Kassim-Schomart Tokajew initiiert.
Die erste Delegiertenkonferenz wurde vom russischen Außenminister Sergei Lawrow eröffnet. Seinen Worten zufolge steht die Organisation allen interessierten Staaten offen – sowohl in Eurasien als auch auf anderen Kontinenten. Jedes Land, das die russische Sprache unterstützen möchte, kann beitreten.
„Dies ist zweifellos ein bedeutendes Ereignis für unsere Länder – und natürlich für alle, die die Sprache von Alexander Puschkin und Lew Tolstoi kennen, schätzen und lieben, ebenso wie die große russische Kultur, die auf ihr beruht.“, erklärte Lawrow.
Was ist das Ziel der Organisation?
Am 1. April 2026 hat die Organisation offiziell ihre Tätigkeit aufgenommen. Ihr Hauptziel ist die Popularisierung der russischen Sprache in der Welt sowie die Stärkung der Partnerschaft zwischen Ländern, die Russisch als Mittel zum Zugang zu globalen Wissensbeständen in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Literatur und Geschichte nutzen können.
Die Organisation (МОРЯ) plant, mindestens einmal im Jahr Konferenzen zu veranstalten. Dazu sollen Studierende und Doktoranden aus verschiedenen Ländern eingeladen werden, die Russisch als Hauptsprache in ihrem Studium und ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit verwenden.
Zu den praktischen Aufgaben der Organisation gehören:
- Förderung einer hochwertigen Bildung in russischer Sprache sowie die Ausbildung pädagogischer und wissenschaftlicher Fachkräfte;
- Stärkung der Infrastruktur des Bildungsprozesses und der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der russischen Sprache;
- Organisation von Übersetzungen, Buchausstellungen, Konferenzen und Wettbewerben der Mitgliedstaaten.
Zur Generalsekretärin wurde N. A. Botscharowa, Direktorin für Sonderaufgaben des Staatskonzerns Rostec, ernannt. Sitz der Organisation wird der Cluster „Sirius“ in Sotschi sein.