12 Orte, an denen Sie verschiedene Seiten Russlands erleben werden (FOTOS)
1. Derbent – Stadt der jahrtausendealten Geschichte
Derbent zählt zu den ältesten Städten Russlands – und wird Sie garantiert überraschen. Hier befindet sich die Festung Naryn-Kala („Sonnenfestung“) aus dem 6. Jahrhundert, die als die älteste Festungsanlage Russlands gilt. Auch die Dschuma-Moschee, die im Jahr 734 erbaut wurde, ist etwas Besonderes: Sie ist nicht nur die älteste Moschee Russlands, sondern auch die älteste im gesamten postsowjetischen Raum.
Die Geschichte Derbents reicht bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurück. Seit Jahrhunderten leben hier zahlreiche Volksgruppen zusammen, darunter Lesgier, Darginer, Awaren, Kumyken und viele andere. Die Stadt liegt direkt am Kaspischen Meer und gilt als die südlichste Stadt Russlands.
2. Susdal – Juwel des Goldenen Rings
In das über 1.000 Jahre alte Susdal muss man sich einfach verlieben! Hier lässt sich die Atmosphäre der altrussischen Zeit hautnah erleben: Besucher schlendern durch zahlreiche Klöster und Kirchen, spazieren entlang malerischer Straßen mit traditionellen Holzhäusern, genießen die russische Küche in gemütlichen Restaurants und erleben traditionelle Volksfeste.
Die Stadt gilt seit langem als Touristenmagnet und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen des Goldenen Rings – jener berühmten Reiseroute, die durch die historischen Städte des alten Russlands führt.
3. Kasan – ein Schmelztiegel der Kulturen
Kasan ist die Hauptstadt der Republik Tatarstan und ein faszinierender Ort, an dem Kulturen, Traditionen und Epochen aufeinandertreffen. Die Bevölkerung besteht etwa zur Hälfte aus Russen und Tataren, was das Stadtbild und das kulturelle Leben bis heute prägt.
Im Herzen der Stadt stehen der weißsteinerne Kreml und die prächtige Kul-Scharif-Moschee nur wenige Schritte voneinander entfernt – ein eindrucksvolles Symbol des friedlichen Miteinanders verschiedener Religionen und Kulturen. Ganz in der Nähe befinden sich zudem der „schiefe“ Sujumbike-Turm und die historische Mariä-Verkündigungs-Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert.
4. Jekaterinburg – das industrielle Herz
Die Millionenstadt im Ural begann ihre Geschichte im Jahr 1723 mit einem Eisenwerk im Herzen der Stadt. Während der Sowjetzeit entwickelte sich Jekaterinburg zu einem der wichtigsten Industriezentren des Landes. Hier wurde unter anderem der legendäre Panzer T-34 produziert, später entstanden in den Werken der Stadt riesige Steinbruchbagger und leistungsstarke Dampfhydraulikpressen.
Doch Jekaterinburg ist weit mehr als nur Schwerindustrie: Die Stadt machte sich auch als Zentrum des Ural-Rocks und der avantgardistischen Architektur einen Namen. Bis heute verbindet sie ihre industrielle Vergangenheit mit einer lebendigen Kultur- und Kunstszene.
5. Ulan-Ude – Sibirischer Buddhismus
Hier befindet sich das spirituelle Zentrum des russischen Buddhismus. In der Stadt selbst können Besucher authentische buddhistische Tempel besichtigen. Etwa 35 Kilometer entfernt liegt der berühmte Iwolginski-Dazan, das wichtigste buddhistische Kloster Russlands. Dort wird der als unvergänglich geltende Körper des buddhistischen Geistlichen Lama Itigelow aufbewahrt.
Ein Besuch in Ulan-Ude lohnt sich aber nicht nur aus religiösen Gründen: Hier können Reisende die traditionellen burjatischen Buusen (gefüllte Teigtaschen) und Tschebureki probieren, den traditionellen Rundtanz Jochor kennenlernen und auf dem zentralen Platz die größte Lenin-Büste der Welt bestaunen.
6. Jakutsk – extreme Geographie
Jakutsk ist die größte Stadt der Welt, die auf Permafrostboden erbaut wurde. Damit die Wärme der Gebäude den gefrorenen Untergrund nicht auftaut, stehen nahezu alle Häuser auf Stelzen. Die Fassaden sind oft in leuchtenden Farben gestaltet – nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch, um in den häufigen Nebel- und Frostperioden die Orientierung zu erleichtern.
Wer Jakutsk besucht, kann den Permafrost hautnah erleben: etwa in der unterirdischen Forschungsstation des Instituts für Permafrostkunde oder in den Eisgrotten des „Reichs des Permafrosts“. Selbst im Hochsommer, wenn die Temperaturen in der Stadt auf über +30 °C steigen, braucht man dort warme Kleidung – tief unter der Erde herrschen das ganze Jahr über frostige Temperaturen.
7. Irkutsk und der Baikalsee – die Erhabenheit der Natur
Der Baikalsee ist das älteste, tiefste und einer der reinsten Süßwasserreservoirs der Erde. Mit einer Tiefe von bis zu 1,6 Kilometern ist er sogar der tiefste See der Welt. Für die Menschen der Region gilt er als heiliger Ort. Er enthält ein Fünftel des gesamten Süßwassers der Erde und ist Heimat hunderter Pflanzen- und Tierarten, die nirgendwo sonst vorkommen. Dazu gehören die Baikalrobbe, die einzige ausschließlich im Süßwasser lebende Robbenart der Erde, sowie der Baikalstör. Entlang des südlichen Seeufers verläuft eine malerische Bahnstrecke.
8. Wladiwostok – eine „Brücke“ nach Asien
Wladiwostok wird nicht selten als „russisches San Francisco“ bezeichnet – wegen seiner malerischen Brücken über die Buchten. Die bekanntesten sind die Goldene Brücke und die Russki-Brücke. Außerdem befindet sich hier einer der ältesten Leuchttürme der Region – der Tokarewski-Leuchtturm. Er liegt auf einer Insel, die über einen schmalen künstlichen Damm erreichbar ist. In der Stadt spürt man deutlich die Nähe zu asiatischen Ländern: Es gibt viele farbenfrohe kleine Läden und Cafés mit Pho Bo oder Ramen. Wladiwostok ist außerdem die Endstation der Transsibirischen Eisenbahn.
9. Petropawlowsk-Kamtschatski – die Region der Vulkane
Die Halbinsel Kamtschatka zeichnet sich durch eine unglaubliche Dichte an vulkanischer Aktivität aus. Stellen Sie sich vor: Es gibt etwa 30 aktive und weitere 300 erloschene Vulkane. Kein Wunder, dass diese Region Touristen anzieht, die nach „marsähnlichen“ Landschaften suchen. Auch zahlreiche Geysire gibt es hier, die sogar ganze Siedlungen erhitzen und beleuchten!
10. Murmansk – das Tor zur Arktis
Murmansk ist die größte Stadt der Welt, die nördlich des Polarkreises liegt, und zugleich einer der wichtigsten Häfen Russlands. Hier liegt der Atom-Eisbrecher „Lenin“ dauerhaft am Pier vor Anker. Die Stadt ist ein Ort extremer Naturphänomene: In Murmansk kann man sowohl die Polarnacht als auch den Polartag erleben. Und im Winter sowie im frühen Frühjahr zeigt sich hier regelmäßig das spektakuläre Nordlicht.
11. Sankt Petersburg – die Hauptstadt des Russischen Reiches
Bis 1917 war Sankt Petersburg die Hauptstadt Russlands, und noch heute zeugen zahlreiche prachtvolle Bauwerke von dieser Zeit: luxuriöse Paläste und Anwesen, Promenaden im alteuropäischen Stil, legendäre Theater und Museen.
Im Sommer ist St. Petersburg mit seinen weißen Nächten und Zugbrücken besonders reizvoll und trägt daher den Beinamen „Venedig des Nordens“.
12. Moskau – eine Metropole mit Geschichte
Der mittelalterliche Kreml, die Wolkenkratzer von Moskau City, die ruhigen Gassen des Arbat, Lieferroboter auf den Straßen und eine der schönsten U-Bahn-Systeme der Welt – all das ist Moskau. Moskau ist die führende russische Metropole, in der historische Erinnerung und Fortschritt verschmelzen.