Sowjetische Frauen während des Zweiten Weltkriegs auf ARCHIVFOTOS
Einer der wichtigsten Leitsprüche des Krieges lautete: „Тыл – фронту” („Hinterland für die Front“). Frauen waren gezwungen, ihr gewohntes Leben hinter sich zu lassen und die Versorgung der Front zu übernehmen. Sie arbeiteten in den unterschiedlichsten Produktionsbereichen und waren auch an der Herstellung von Munition beteiligt.
In der Werkstatt eines Rüstungswerks. Stachanowka A. M. Marjaschina bei der Arbeit.
Sie nähten Uniformen für die Soldaten.
Warme Kleidung für die Front.
Auch typische Männerberufe mussten sie erlernen – auf dem Foto arbeiten Frauen in einer Eisengießerei.
Gießereiarbeiterinnen im Karl-Marx-Werk
Während die meisten Männer an der Front waren, mussten die Frauen zudem den gesamten Alltag alleine bewältigen. In den schweren Jahren der Leningrader Blockade kümmerten sie sich um die Brennholzbeschaffung.
Die schweren Tage der Belagerung. Brennholz sammeln.
Nachts hielten sie auf den Straßen der belagerten Stadt Wache.
Wachdienst auf den Straßen des belagerten Leningrads.
Sie lernten, Brandbomben zu löschen.
Nina Deewa, Marina Nikolskaja und Lisa Bystrowa tragen während einer praktischen Übung zur Bekämpfung von Brandbomben spezielle Hauben.
Einen unschätzbaren Beitrag leisteten natürlich Krankenschwestern und Sanitäterinnen, die unter Beschuss verwundete Soldaten direkt auf dem Schlachtfeld retteten.
Die Krankenschwester Nina Burakowa versorgt einen im Kampf verwundeten Soldaten und verbindet seine Wunden.
Frauen unterstützten die Armee nicht nur – sie kämpften auch selbst erfolgreich an der Front. Für sie wurden spezielle militärische Ausbildungskurse eingerichtet.
Kampftrainingskurse
Unter ihnen gab es berühmte Scharfschützinnen – Ljudmila Pawlitschenko gilt bis heute als die erfolgreichste Scharfschützin der Weltgeschichte.
Scharfschützin Ljudmila Pawlitschenko
Frauen waren auch erfolgreiche Pilotinnen, die der Luftwaffe der Wehrmacht große Angst einjagten. Auf dem Foto sind die Pilotinnen des 586. Jagdfliegerregiments Maria Kusnezowa (rechts), Jekaterina Budanowa (Mitte) und Lidija Litwjak (links) neben ihrem Flugzeug zu sehen.
Die Pilotinnen des 586. Frauen-Jagdfliegerregiments Maria Kusnezowa (rechts), Jekaterina Budanowa (Mitte) und Lidija Litwjak (links) neben ihrem Flugzeug.
Auch Panzerfahrerinnen gab es unter ihnen. Auf dem Foto: Alexandra Samusenko, Teilnehmerin der Schlacht am Kursker Bogen und Kommandeurin eines T-34-Panzerzuges.
Alexandra Samusenko, Teilnehmerin der Schlacht am Kursker Bogen und Kommandeurin eines T-34-Panzerzuges.
Seltene Momente der Ruhe und Erholung: Pilotinnen des 46. Garde-Nachtbombenregiments vor einer Erdhütte an der Frontlinie.
Pilotinnen des 46. Garde-Nachtbombenregiments vor einer Erdhütte an der Frontlinie.
Viele Frauen kämpften auch in den Reihen der Partisanen – auf dem Foto eskortieren sie beispielsweise allein gefangene Nationalsozialisten.
Frauen eskortieren gefangene Nazis. Die Niederlage der Deutschen bei Moskau.
Viele dieser „Kampfgefährtinnen“ erreichten gemeinsam mit den sowjetischen Truppen schließlich Berlin.
„Die Herrin des kriegsgebeutelten Berlins“
Über diese „Kampfgefährtinnen“ drehte das sowjetische Kino zahlreiche Filme, und Frontschriftsteller besangen ihre Heldentaten in ihren Werken.