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8 Dinge, die Ausländer in Russland überraschen

Es ist Zeit, all diese Vorurteile aus der Zeit des Kalten Krieges ein für alle Mal loszuwerden!

1. Das Verkehrssystem

„Die Stationen sind groß und einige von ihnen sehen aus wie Paläste“
Legion Media

Viele Ausländer sind überrascht, wie sauber und gut organisiert der öffentliche Nahverkehr in den großen russischen Städten ist. „Der Zug vom Flughafen ins Zentrum Moskaus war sauber, effizient und schnell. Ich wünschte, wir hätten in Paris eine so gute Verbindung zum Flughafen.“, sagt Boris Hawthorgh.

Auch die Moskauer Metro beeindruckt viele. „Sie ist einfach fantastisch – sauber, günstig und leicht zu verstehen. Die Stationen sind groß, und manche sehen aus wie Paläste – komplett mit Kronleuchtern und Fresken.“, sagt Roelof Oosting.

2. Besonderer Service

„Sobald man aber als Stammkunde erkannt wird (was eine Weile dauern kann), werden sie plötzlich freundlicher und fangen an zu lächeln.“
Getty Images

Wenn Russen einem Fremden begegnen, lächeln sie meist nicht sofort. Hinter dieser zunächst kühlen Fassade verbergen sich jedoch oft sehr herzliche Menschen.

„Die Frau hinter der Bar, der Kellner oder Taxifahrer – sie alle wirken zunächst so, als hätte man sie gerade bei etwas Wichtigem gestört. Fast so, als gehörten Seufzen und ein genervter Blick zur Jobbeschreibung. Doch sobald man als Stammkunde erkannt wird – was etwas dauern kann – werden sie plötzlich freundlicher und beginnen zu lächeln.“, erklärt Oosting.

3. Die verborgene russische Freundlichkeit

„Es war zwar nicht seine Route, aber er ist sogar in die U-Bahn gestiegen und hat mir eine Fahrkarte gekauft!“
Getty Images

Trotz ihrer oft ernsten Gesichtsausdrücke helfen Russen Menschen in Not meist gern – ohne etwas dafür zu erwarten.

„Bei meiner Ankunft am Flughafen Scheremetjewo nahm ich den Expresszug nach Moskau. Neben mir saß ein russischer Mann mit asiatischen Gesichtszügen. Ich war nervös, weil ich nicht wusste, ob Moskau die Endstation war. Ich fragte ihn in schlechtem Russisch, und er antwortete knapp mit ernster Miene. Als wir ankamen, bot er an, meinen Koffer zu tragen, und zeigte mir den Weg zum U-Bahn-Eingang. Es lag gar nicht auf seinem Weg, doch er ging sogar mit in die Metro und kaufte mir ein Ticket! Er stellte sicher, dass ich wusste, wohin ich als Nächstes musste, und wollte nicht einmal das Fahrgeld zurück. Dann winkte er und ging. Ich war verblüfft!“, erinnert sich Suzan.

4. Verkehr

Trotz der frustrierenden Staus kaufen die Russen jedoch weiterhin riesige Geländewagen.
Ramil Sitdikow / Sputnik

Moskau ist faszinierend – und manchmal auch einschüchternd. „Ich war überrascht, wie breit die Straßen im Zentrum Moskaus sind. Einige von ihnen wurden im Krieg so gebaut, dass dort Flugzeuge landen konnten. Ein Stau auf sechzehn Spuren sieht aus wie Diwali [das hinduistische Lichterfest] – allerdings nur, solange man nicht selbst mittendrin steckt.“, sagt Rahul aus Indien. Trotz der oft frustrierenden Verkehrsstaus kaufen viele Russen weiterhin riesige SUVs.

5. Ganz gleich, wer man ist

„Russland ist mit Abstand das am wenigsten rassistische Land, das ich bereist habe.“
Sergei Kisseljow / Moskva-Agentur

„Im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern ist Russland bei weitem das am wenigsten rassistische Land, das ich bereist habe. Im Allgemeinen spielen Hautfarbe, Herkunft oder Sprache für Russen keine große Rolle – solange man ihnen respektvoll begegnet.“, sagt Saikat aus Indien.

6. Russische Polizei und Sicherheitskräfte

In Russland gibt es viele Polizisten und Sicherheitskräfte.
Getty Images

„Sicherheitskräfte sind überall.“, sagt Georg Drennig aus Österreich. Und er hat recht: In Russland gibt es sehr viele Polizisten und Sicherheitskräfte.

7. Überall Kirchen

In Russland ist die Anzahl der Kirchen fast so hoch wie die der Krankenhäuser.
Getty Images

In Russland entspricht die Zahl der Kirchen (rund 40.000) beinahe der Zahl der Krankenhäuser. „Kirchen sind nicht das Erste, woran ich bei Russland denke. Aber glauben Sie mir: Sie sind überall im Land. Ich weiß nicht genau, warum mich das so überrascht hat – vielleicht weil ich wusste, dass Religion in der Sowjetzeit verboten war. Doch ich war völlig überwältigt von all den schönen Kirchen, Kathedralen und Klöstern, die ich in Russland gesehen habe.“, erzählt Amanda aus Ohio.

8. Nicht nur graue Wohnblocks aus der Sowjetzeit

St. Petersburg
Getty Images

„Viele Amerikaner haben bestimmte Vorstellungen von Russland. Wir verbinden das Land mit Kommunismus und dem Kalten Krieg und haben Bilder von hässlichen Gebäuden aus der Sowjetzeit und mürrischen Einwohnern im Kopf.“, sagt Harvey Smith.

Tatsächlich findet man das architektonische Erbe der Sowjetzeit in ganz Russland. Doch ebenso begegnet man beeindruckender Baukunst aus der Zeit vor der Bolschewistischen Revolution. „In Sankt Petersburg erinnerten mich zum Beispiel die breiten Straßen und die barocken Gebäude an Paris.“, ergänzt Amanda.