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Von „Kabeljau-Essern“ bis zu „Salzohren“: 7 lustige Spitznamen für die Einwohner Russlands

Diese humorvollen, historischen Spitznamen trugen die Einwohner verschiedener russischer Städte. Hinter jedem von ihnen steckt eine historische Begebenheit oder Legende.

Einwohner von Rjasan – „Schiefbäuche“ (kosopusyje)

Fenster nach Russland (OpenAI)

Eine Zeit lang gab es in der Stadt viele Zimmerleute. Sie trugen ihre Äxte am Gürtel, wodurch ihre Kleidung auf eine Seite rutschte. So entstand der Eindruck, sie hätten einen „schiefen Bauch“.

Einwohner von Perm – „Salzohren“ (soljonyje uschi)

Fenster nach Russland (OpenAI)

Diese Stadt im Ural blickt auf eine lange Tradition des Salzabbaus zurück. Man glaubte, dass die Einwohner von Perm Salzsäcke auf den Schultern trugen und selbst bis über die Ohren mit Salz „vollgesogen“ waren.

Einwohner von Arsamas – „Gänsehalter“ (gusjatniki)

Fenster nach Russland (OpenAI)

In dieser Stadt an der M12-Autobahn zwischen Moskau und Kasan wurde eine besondere Gänserasse in großem Umfang gezüchtet. Noch heute ist die Gans eine lokale Spezialität und ein beliebtes Motiv der Straßenkunst.

Einwohner von Twer – „Twerer Ziegenböcke“ (twerskije kosly)

Fenster nach Russland (OpenAI)

Es gibt etwa ein Dutzend Erklärungen dafür, warum der Ziegenbock zum Symbol der Stadt und zum Spitznamen ihrer Einwohner wurde. Eine der bekanntesten Legenden dreht sich um Katharina die Große: Angeblich gefiel ihr das Glockengeläut in der Stadt so gut, dass sie den Glöckner belohnen lassen wollte. Doch dann stellte sich heraus, dass ein Ziegenbock auf den Glockenturm geklettert war und die Glocken zum Läuten gebracht hatte! Einer anderen Version zufolge wurden in Twer viele Ziegen gezüchtet und Ziegenfelle in großem Umfang verarbeitet.

Einwohner von Pensa – „Dickfersige“ (tolstopjatyje)

Fenster nach Russland (OpenAI)

Der Legende nach bezeichnete der Feldherr Alexander Suworow die Einwohner von Pensa scherzhaft als „Dickfersige“, nachdem er erfahren hatte, dass sich während des Alpenübergangs im Jahr 1799 alle Soldaten – mit Ausnahme der Männer aus Pensa – die Füße wund gelaufen hatten. Tatsächlich fertigten die Einwohner der Stadt besonders robuste Bastschuhe mit doppelten Sohlen und dicken Absätzen an, um sie widerstandsfähiger zu machen.

Einwohner von Pskow – „Klammermacher“ (skobari)

Fenster nach Russland (OpenAI)

Die plausibelste Erklärung für den Spitznamen ist, dass die Einwohner wegen der Herstellung von Metallklammern („skoby“) so genannt wurden. Ein „Skobar“ ist demnach ein Handwerker, der solche Klammern fertigt. Einer Volkssage zufolge war es Zar Peter der Große, der die Einwohner von Pskow so nannte, da er ihr handwerkliches Können bewunderte.

Einwohner von Archangelsk – „Kabeljau-Esser“ (treskojedy)

Fenster nach Russland (OpenAI)

Dies ist wahrscheinlich einer der offensichtlicheren Spitznamen: In dieser nördlichen Region, unweit der Küste des Weißen Meeres, nahm (und nimmt!) der Kabeljau einen bedeutenden Platz in der lokalen Küche ein. Zudem wurden die Einwohner von Archangelsk aufgrund des rauen Klimas bisweilen als „samoroschennyje“ (wörtlich: „die Eingefrorenen“) bezeichnet.